Weltkunstzimmer, Düsseldorf

Weltkunstzimmer
Das Kunstzentrum der HPZ Stiftung
Ronsdorfer Str. 77a,
40233 Düsseldorf

Kulturbüro
Tel: +49 211 730 81 40
Fax: +49 211 733 11 75 

Mail: info(at)weltkunstzimmer.de
 

Öffnungszeiten
während der Ausstellungen
(vorbehaltlich behördlicher Auflagen)
Donnerstags bis Sonntags
14:00 – 18:00 Uhr
Anmeldung per Email: visite@sehnsuchtnachdemjetzt.de

Öffentliche Verkehrsmittel
U-Bahn U75 bis zur Haltestelle Ronsdorfer Straße,  2 Min. Fußweg

Auto
Ab 17 Uhr sind auf dem Gelände begrenzt Parkplätze verfügbar. Im Bereich der Ronsdorfer Straße gibt es wenige öffentliche Parkplätze

Sehnsucht nach dem Jetzt | Weltkunstzimmer

Image: Einladung Weltkunstzimmer

Sehnsucht nach dem JETZT

Atsushi Fukunaga | Renate Herter | Andreas Kempe | Ulrike Kötz | Bärbel Möllmann | Ulrike Möschel | Julia Murakami | Daniel Rode | Andreas Sachsenmaier | Thyra Schmidt | Joachim Seinfeld | Axel Töpfer + Jo Preußler | Rebecca Ann Tess | Klaus Walter | André Werner

Ausstellung 18. März – 9. April 2021

Eröffnung: Donnerstag, den 18. März 2021, 18 – 20 Uhr (Online)

Podiumsdiskussion: 18. März 18:30 – . 20:00 Uhr
Finissage: 06. April 2021 
(vorbehaltlich behördlicher Auflagen)

Öffnungszeiten:
Do – So  14:00 – 18:00 Uhr 

Anmeldung per Email: visite[at]sehnsuchtnachdemjetzt.de
(Besucherregelungen entsprechend aktueller behördlicher Auflagen)

Dreiteilige Ausstellung nach Berlin und Dresden jetzt in Düsseldorf

Wann genau ist JETZT? Wann geht die Vergangenheit in das JETZT über und wie lange dauert es? Wann beginnt die Zukunft nach dem JETZT?

Die dreiteilige Ausstellung beschäftigt sich mit dem Verlangen nach dem flüchtigen und fragilen, vielleicht überhaupt nicht fassbaren Moment des Gegenwärtigen zwischen Vergangenheit und Zukunft. 16 zeitgenössische Künstler wollen im Weltkunstzimmer dem JETZT mit Malerei, Video, Fotografie und Installationen näherkommen.

Damit das JETZT (be)greifbar werden kann, muss das, was davor und das, was danach liegt, mitgedacht werden. Diese drei Phasen – Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft – sind die Schwerpunkte der Ausstellung, die nach Berlin und Dresden jetzt in Düsseldorf Station macht. Jeder Phase wird dabei eine kulturelle und gesellschaftspolitische Dimension zugeordnet. Im Mittelpunkt der Ausstellung im Weltkunstzimmer steht der philosophisch-kontemplative Blick zurück in die Vergangenheit. Durch die aktuellen Umstände in Zeiten von Corona erlangt dieser eine ganz neue, vielleicht nostalgische und vielschichtige Dimension, der die Ausstellung im Weltkunstzimmer Rechnung trägt.
Denn die Sehnsucht nach dem JETZT bekommt in den heutigen, stark eingeschränkten Zeiten eine neue Bedeutung. Viele sehnen sich nach dem Zustand vor der Pandemie zurück, andere wünschen sich ein Post-Corona-JETZT mit Perspektive – oder vielleicht beides?

Das JETZT, ebenso wie die Sehnsucht nach demselben, nehmen wir als eine Abfolge von Momenten, die wir in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unterteilen, wahr. Aber was ist Gegenwart, der Moment, Augenblick, das JETZT? Wann fängt es an und wann hört es auf? Ist es überhaupt zu fassen, oder nicht bereits verflossen, sobald wir es uns bewusst machen?
Die Menschen haben sich etliche Strategien erdacht, um selbstvergessen den Moment, und nur den Moment, zu leben. Der (positive) Moment soll genossen werden, das Ausblenden von Vergangenheit und Zukunft zu größtem Glück führen. Im Endeffekt geht es immer um die Sehnsucht nach der Zufriedenheit im JETZT – und in der Zukunft, die meist stark von den Erfahrungen der Vergangenheit geprägt ist. Denn wir tendieren dahin, die Vergangenheit zu verklären. Wie sagte bereits Karl Valentin: Die Zukunft war früher auch besser!
Wir sehnen uns nach Erfüllung im JETZT, hoffen zugleich auf eine bessere Zukunft; ob hier oder im Jenseits – je nach Weltanschauung, so dass wir nicht zur Ruhe kommen. Ein Widerspruch des menschlichen Lebens, der wahrscheinlich nicht zu lösen ist.

Aber nicht nur der Gedanke an die Zukunft hält uns vom Verharren im JETZT ab; auch die Vergangenheit. Wir reflektieren sie, um für das Heute und das Morgen daraus zu lernen. Oft ärgern wir uns über unsere Unzulänglichkeit. Anstatt uns zu ärgern, könnte der Blick jedoch ein gelassener sein. Gelassenheit aber ist keine der herausragenden menschlichen Stärken, auch nicht im Umgang mit dem, was war und dem, was sein wird.

Kuratoren:
 Bärbel Möllmann, Andreas Sachsenmaier, Joachim Seinfeld

Begleitend zur Ausstellung erscheint eine Zeitung, die kostenlos – aber nicht umsonst. Alternativ kann sie hier auch online gelesen werden.

Sehnsucht nach dem Jetzt | GEH8

Ausstellung vom 11. September – 4. Oktober 2020
Eröffnung: Freitag 11. September 18 Uhr
GEH8, Dresden

Atsushi Fukunaga | Renate Herter | Andreas Kempe | Ulrike Kötz | Bärbel Möllmann | Ulrike Möschel | Julia Murakami | Anja Nitz | Daniel Rode | Andreas Sachsenmaier | Thyra Schmidt | Joachim Seinfeld | Axel Töpfer + Jo Preußler | Rebecca Ann Tess | Klaus Walter | André Werner

„Sehnsucht nach dem JETZT“ im Schloss Biesdorf war der erste Teil einer dreiteiligen Ausstellung in Berlin, Dresden und Düsseldorf. Nun folgt der zweite Teil im Ausstellungsraum GEH8 in Dresden. Die Ausstellungsreihe kreist um das JETZT, diesen schwer fassbaren Moment des Gegenwärtigen.

Kuratiert von Bärbel Möllmann, Andreas Sachsenmaier und Joachim Seinfeld,

Begleitend zur Ausstellung erscheint eine Zeitung, die kostenlos – aber nicht umsonst –  in der GEH8 abgeholt werden kann. Alternativ kann sie hier auch online gelesen werden.

Die Ausstellung wird aus Mitteln der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und des Amt für Kultur und Denkmalschutz gefördert.

Kulturstiftung-Sachsen-64
Amt_Kultur_Denkmalschutz

Sehnsucht nach dem Jetzt | Schloss Biesdorf

Eröffnung/ Opening: 23. Februar 2020, 18 Uhr
Ausstellung vom 23. Februar – 10. Mai 2020,
Gute Nachrichten – ab 11. Mai wiedereröffnet und bis 4. Juni verlängert!
Schloss Biesdorf, Berlin

Atsushi Fukunaga | Renate Herter | Jörg Jantke | Andreas Kempe | Ulrike Kötz | Bärbel Möllmann | Ulrike Möschel |  Michael Morgner | Julia Murakami | Annette Peuker-Krisper | Daniel Rode | Andreas Sachsenmaier | Thyra Schmidt | Joachim Seinfeld | Axel Töpfer + Jo Preußler | Rebecca Ann Tess |  Klaus Walter | André Werner |  Sinta Werner

 
„Sehnsucht nach dem JETZT“ im Schloss Biesdorf ist der erste Teil einer dreiteiligen Ausstellung in Berlin, Dresden und Düsseldorf. Die Ausstellungsreihe kreist um das JETZT, diesen schwer fassbaren Moment des Gegenwärtigen.
 

Online-Diskussion zur „Sehnsucht nach dem Jetzt“
Streaming am 4.4.2020 von 16:00 bis 17:30 Uhr bei Facebook

Wie gehen zeitgenössische Künstler*innen mit dem Thema Zeit um? Wie beeinflussen die digitalen Medien die Wahrnehmung von Zeit? Diese und andere Fragen zum Thema der Ausstellung Sehnsucht nach dem Jetzt werden im Live-Künstlergespräch diskutiert.

Es diskutieren:
Sabine Maria Schmidt (Moderatorin, Kunstkritikerin), Andreas K. Öhler (Autor und Journalist „Die Zeit“), Jo Preußler (Künstler) Renate Herter (Künstlerin) und Bärbel Möllmann (Mit-Kuratorin der Ausstellung)  

Kuratiert von Andreas Sachsenmaier, Joachim Seinfeld, Bärbel Möllmann, Karin Scheel

Auf Grund der aktuellen Umstände ist die Ausstellung leider vorerst bis zum 10. Mai geschlossen. Weitere Informationen folgen demnächst.

Wann genau ist JETZT? Wann wird Vergangenheit zum JETZT? Wann beginnt die Zukunft nach dem JETZT?

Das Jetzt – das ist dieser flüchtige und so schwer fassbare Moment des Gegenwärtigen. Aber was ist das eigentlich genau?
Damit das Jetzt (be)greifbar werden kann, muss das, was davor und das, was danach liegt, mitgedacht werden. Diese drei Phasen – Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft – bilden die Schwerpunkte dieser dreiteiligen Ausstellung, wobei jeder Zeit eine kulturelle und gesellschaftspolitische Dimension zugeordnet wird. Die Ausstellung hier im Schloss Biesdorf setzt sich vor allem mit der Gegenwart und dem künstlerischen Schaffensmoment auseinander, da die Künstler behaupten, dass der Moment, das Jetzt, am ehesten im Augenblick des (künstlerischen) Schaffensprozesses eingefangen werden kann.

Das Jetzt
Doch ist das Jetzt überhaupt zu fassen, oder nicht bereits verflossen, sobald wir es uns bewusst machen? Diese Frage und der Umgang damit scheint für uns Menschen immens wichtig zu sein. Die Sehnsucht nach dem Jetzt, ebenso wie das Scheitern daran, wurden und werden sowohl von den großen Religionen als auch der Philosophie behandelt.
Die Menschen haben sich etliche Strategien erdacht, um selbstvergessen den Moment, und nur den Moment, zu leben. Der (positive) Moment soll genossen werden, das Ausblenden von Vergangenheit und Zukunft zu größtem Glück führen. Nicht stoische Gelassenheit, sondern ekstatische Erfüllung.

Wir sehnen uns nach Erfüllung im Jetzt, hoffen jedoch immer auf eine bessere Zukunft; ob hier oder im Jenseits – je nach Weltanschauung, so dass wir nicht zur Ruhe kommen. Ein Widerspruch des menschlichen Lebens, der wahrscheinlich nicht zu lösen ist. Wie sagte Pascal: „Das ganze Unglück der Menschen rührt allein daher, dass sie nicht ruhig in einem Zimmer zu verbleiben mögen“.
Aber nicht nur der Gedanke an die Zukunft hält uns vom Verharren im Jetzt ab; auch die Vergangenheit. Wir reflektieren sie, um daraus für das Heute und das Morgen zu lernen. Oft ärgern wir uns über unsere Unzulänglichkeiten in einem vergangenen Moment, ohne unsere Verhaltensmuster wirklich zu verändern. Dabei liegt das eigentliche Risiko im Jetzt. Jetzt können wir wirklich versagen, falsche Entscheidungen treffen, unwiederbringliche Fehler begehen, verletzt und abgelehnt werden. Jeder Schritt, jede Entscheidung, jede Tätigkeit kann zum Erfolg (Zufriedenheit und Glück) oder zum Scheitern führen.

Begleitend zur Ausstellung erscheint eine Zeitung, die kostenlos – aber nicht umsonst – im Schloss Biesdorf abgeholt werden kann. Alternativ kann sie hier auch online gelesen werden.

Die Ausstellung wird aus Mitteln des Ausstellungsfonds Kommunale Galerien und der Projektförderung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa gefördert.

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